Interview

„Für uns sind Verlässlichkeit und Qualität das Wichtigste“

Im Gespräch erläutert Norbert Weimer, Prokurist des Dichtungsherstellers KLINGER GmbH in Deutschland, warum und wie die Kunden von der Partnerschaft zwischen Markenhersteller und Technischem Handel profitieren.

Wie würden Sie den Vorteil in einem Satz beschreiben, den Sie als Hersteller und der Technische Händler als Fachberater gemeinsam an den Kunden weitergeben?

Der Kunde benötigt nicht nur eine Dichtung, er will Sicherheit durch eine sichere Dichtverbindung und die sind wir in der Lage gemeinsam zu bieten.

Wie lösen Sie dieses Leistungsversprechen in der Praxis ein?

Der Kunde ruft beim Technischen Händler an oder schickt ihm eine E-Mail. Darin beschreibt er sein Problem.

In der Regel kann unser Handelspartner über unser Berechnungsprogramm KLINGERexpert und die exakte Kenntnis unserer Produkte umgehend die geeigneten Dichtungsmedien auswählen und dem Kunden zur Verfügung stellen.

Und in kniffligen Fällen?

Bei kritischen Problemstellungen zieht der Technische Händler unsere Fachleute hinzu. Entweder sie beraten per Fax oder Telefon, oder sie fahren gemeinsam zum Kunden und schauen sich die Gegebenheiten ganz genau an. Im direkten Austausch vor Ort findet man immer eine zuverlässige Lösung. Das zeigt auch die VTH-Erfolgsgeschichte, über die wir im Ruhrgebiet bei der Firma enlogis GmbH ein Video gedreht haben.

Für jede Flüssigkeit im Tank finden der Technische Händler IBK Wiesehahn und der VTH-QUALITÄTSPARTNER KLINGER die richtige Dichtung.

Zur Erfolgsgeschichte

In dem Fallbeispiel arbeiten Sie mit Ihrem Stützpunktpartner IBK Wiesehahn zusammen. Was können Sie hier über die Zusammenarbeit sagen?

Das Besondere an der Beziehung ist einerseits die jahrzehntelange Zusammenarbeit. Andererseits ist IBK ein idealer Partner, weil er seine Händlerkompetenz mit einer eigenen Fertigungskompetenz verbindet.

Er kann beispielsweise mit KLINGERexpert ganz schnell die richtige Dichtung berechnen und das richtige Halbzeug, also die jeweilige KLINGER-Dichtungsplatte, auswählen und für den Kunden schneiden. Dank des großen Lagers und des vorhandenen Spezial-Know-hows bei IBK können wir extrem kurze Reaktionszeiten versprechen.

Auch wenn die Anforderungen von Fall zu Fall schon recht hoch sind?

Ja! Denn das komplette technische Wissen vom Hersteller bis zum Endprodukt steht jedem Kunden zur Verfügung. Das macht diese Kette so interessant und wertvoll.

Können Sie ein Beispiel nennen, was KLINGER als Kettenglied einbringt?

Die Formel: Wissen + Produkt = Sicherheit. Als Erfinder von Faserweichstoffdichtungen haben wir die längste Erfahrung im Markt.  Mit extrem hoch gefüllten PTFE-Materialien konnten wir komplett neue Akzente für diese Produktkategorie setzen. Hier haben wir ein Verfahren entwickelt, bei dem man sehr hohe Anteile an technischen Füllstoffen realisieren kann. Deswegen sind sie mechanisch besonders stabil und können auch bei hohen Temperaturen eingesetzt werden, ohne dass sie „weglaufen“, also ohne dass sie an Dicke verlieren und dadurch dann die Verbindung unsicher machen.

Über die Jahrzehnte konnten wir – gekoppelt mit einer kompromisslosen Qualitätsstrategie – Alleinstellungsmerkmale entwickeln. Diese kommen über kompetente Markenpartner wie IBK Wiesehahn besonders gut zur Geltung.

Lernen Sie ab und zu auch etwas vom Endkunden?

Durch die eingespielte Zusammenarbeit mit dem Technischen Handel hat sich auch ein enger Wissenstransfer nicht nur vom Hersteller zum Endkunden über den Technischen Händler, sondern auch zurück ergeben. Das bedeutet, wir bekommen immer wieder interessante Informationen, die auch uns weiterbringen – und das ist einfach eine ideale Konstellation.

Der Ursprung dieser Wissens-, Verarbeitungs- und Lieferkette liegt in unserem Fall in Österreich.

Richtig, wir haben unsere Fertigung der Faser- und PTFE-basierten Dichtungsplatten in Österreich und sie dort über Jahrzehnte weiterentwickelt. Unsere Graphit- und Glimmer-Dichtungsplatten werden in unserem Werk in der Schweiz produziert. KLINGER als VTH-QUALITÄTSPARTNER hat sich hundertprozentig der Qualität verpflichtet. Sie ist die Basis unseres Tuns, und daher haben wir in Österreich und in der Schweiz sehr hochwertige Laborressourcen und auch Prüfzyklen. Alle Chargen werden geprüft. Wir liefern nur Top-Qualität, sonst geht nichts raus.

Zugleich arbeiten wir mit unseren Kolleginnen und Kollegen in den Produktionszentren an der Weiterqualifikation von Produkten. Diese wird besonders wichtig, wenn sich Normen oder andere Anforderungen gesetzlicher Art ändern.

Wenn wir Sie, Herr Weimer, nun um ein Schlusswort bitten würden, was würden Sie sagen?

Für uns sind Verlässlichkeit und eine lange sichere Qualitätsstabilität das Wichtigste. Wir müssen zuverlässig und belastbar auf Dauer sein. Nicht nur das Produkt, sondern auch das Unternehmen! Und das geht am besten mit Partnern im Technischen Handel, mit denen man lange zusammenarbeitet, ein entsprechendes Vertrauen aufbaut und diese Vertrauensbasis an die Kunden weitergibt.
Norbert Weimer, Prokurist des Dichtungsherstellers KLINGER GmbH in Deutschland

Vielen Dank, Herr Weimer, für dieses Gespräch.