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Erfolgsgeschichte
Dank einer ortsspezifischen Lösung gelingt es PETER/LACKE, die Arbeitsplatzgrenzwerte für die Atemluft in einem hochproblematischen Umfeld zu unterschreiten. Der Technische Händler Niemann-Laes und sein Qualitätslieferant Dräger Safety konzipierten Atemschutz nach Maß: Er bringt den Arbeitenden nicht nur Sicherheit, sondern auch Komfort.
Die Herausforderung
Wie lässt sich in einem kritischen Umfeld sicher arbeiten?
Zur Reinigung der Ansatzbehälter von Lackresten setzt PETER/LACKE ein Mittel ein, das aus einem Destillatgemisch unterschiedlicher Lösungsmittel besteht – also ein Rezyklat, das sowohl hoch- als auch niedersiedende Substanzen enthält. Die Arbeit in der Reinigungshalle birgt für Fachkräfte mehrere potenzielle Gefahren. Diese ergeben sich aus der Zusammensetzung, Flüchtigkeit, Toxizität und Unvorhersehbarkeit der Inhaltsstoffe. Die folgenden Risiken sind relevant:
- gesundheitliche Gefahren durch Einatmen für Leber, Niere, Nervensystem und Hormonhaushalt
- Augenreizungen, Verätzungen und Erkrankungen der Haut (Ekzeme, Kontaktdermatitis)
- Brand- und Explosionsgefahr durch Bildung entzündlicher Dampf-Luft-Gemische
- weitere unkalkulierbare Risiken durch unklare Zusammensetzung des Rezyklats und seiner giftigen Abbauprodukte oder Rückstände, z.B. krebserregende Stoffe
Eine ausführlichere Darstellung der Risiken findet sich hier.
Der Weg
Gefährdungen beurteilen, Maßnahmen ableiten
Oliver Stratmann, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Qualitätsmanager bei PETER/LACKE, erkannte, dass das Tragen von üblicher PSA, also lösungsmittelbeständigen Handschuhen, Schutzbrille und Maske mit Filter, nicht ausreichen würde. Er wusste: „Dieses Rezyklat bringt jede Filtertechnik an ihre physikalischen Grenzen.“
Mit dem Technischen Händler, der PETER/LACKE mit Industriebedarf versorgt, nahm er eine Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz (§5 ArbSchG) vor. Daraus leiteten sie geeignete Schutzmaßnahmen ab, darunter technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen (TOP-Prinzip). „Wir verfolgen einen 360-Grad-Ansatz, der kein Risiko auslässt“, bezeugt Kristoffer Rulle, Fachberater für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) bei der Industriebedarf Niemann-Laes GmbH.
Die Lösung
Umluftunabhängiger Atemschutz
Um alle Kompetenzen auszuschöpfen, band Kristoffer Rulle einen renommierten Hersteller von Atemschutzprodukten ein: den VTH-QUALITÄTSPARTNER Dräger Safety AG & Co. KGaA. Partnerschaftlich riet man dem Kunden zu einem modularen Atemschutzsystem über Druckluft-Schlauchgeräte (Lungenautomat Dräger X-plore 9300) für umgebungsluftunabhängigen Atemschutz, das gemäß EN 14594:2005 konstruiert ist.
Ein Druckluftgerät (Luftumwandler) bereitet Luft aus dem Außenbereich der Reinigungshalle auf und leitet sie über Druckluftschläuche zum Träger eines Schutzvisiers, das mit einem konstanten Volumenstrom versorgt wird. Das Schutzvisier ist mit einer leichten, komfortabel tragbaren Gürteleinheit gekoppelt. Diese wiederum wird vor Arbeitsbeginn mit dem luftführenden Schlauch verbunden. „Das System ist ergonomisch gestaltet und läuft geräuscharm“, versichert Ibrahim Erdem, Verkaufsberater bei Dräger.
Ein Safe‑Flow‑Druckminderer gewährleistet einen konstanten Luftstrom. Damit die Atemluft aus dem Außenbereich dem Träger der Kopfeinheit in der kühlen Jahreszeit nicht unangenehm kalt in den Nacken bläst, ließ sich der Technische Händler etwas Besonderes einfallen: Er schaltete ein Heizgerät vor das X-plore 9300. Im Ergebnis erhält der Facharbeiter nun angenehm vorgewärmte, gereinigte Atemluft.
Parallel richtete der Technische Händler eine Langzeitüberwachung des Innenraums ein. Schließlich muss der Arbeiter den Raum vor Arbeitsbeginn betreten, um das Schutzvisier anzulegen. Ein passiver Diffusionssammler (Orsa 5) nimmt dauerhaft Proben flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) aus der Luft. PETER/LACKE schickt das Sammelmedium regelmäßig in ein Dräger-Labor ein. Die Ergebnisse, die ein Gaschromatograph ermittelt, schauen sich die Partner genau an.
Der Erfolg
Kontrollierte Sicherheit und ein sicheres Gefühl
Der Erfolg der aufeinander abgestimmten Anstrengungen ist überzeugend: Das Atemschutzsystem funktioniert nicht nur verlässlich, sondern es ist auch komfortabel zu tragen. Die Messung möglicher Schadstoffe außerhalb des Schutzvisiers bietet eine doppelte Sicherheit. Im Ergebnis können die Facharbeiter an der „Waschmaschine“ unbesorgt arbeiten, denn alle Arbeitsplatzgrenzwerte werden unterschritten. Zur kontrollierten technischen Sicherheit kommen das gute Gefühl und die persönliche Gewissheit, jederzeit ungefährdet zu sein. Das trägt wiederum zur Arbeitsmotivation und Produktivität bei.
Technischer Handel – mehr als ein Vertriebskanal
Gelebte Partnerschaft
Es ist immer eine Erfolgsgeschichte, wenn Kunde, Technischer Händler und Hersteller vor Ort die Problematik erfassen und in der Folge gemeinsam eine Lösung finden. Oliver Stratmann von PETER/LACKE sagt: „Wir als Lackhersteller arbeiten mit dem Technischen Handel zusammen, weil wir kompetente Ansprechpartner hier vor Ort brauchen und letztlich über den Technischen Handel den Kontakt zu führenden Herstellern, zum Beispiel von Persönlicher Schutzausrüstung, erhalten. In diesem Dreieck bleibt keine Frage offen und die vertrauensvolle Beziehung über den Tag hinaus erhalten.“
Für Niemann-Laes als Technischer Händler biete die enge Zusammenarbeit mit dem Hersteller Dräger und den anderen VTH-QUALITÄTSPARTNERN einen klaren Vorteil im Wettbewerb, bekundet Kristoffer Rulle: „Wir sind es, die als ortsansässiger Partner im engen Kontakt zu dem Kunden stehen. Als persönliche, geschulte Berater nehmen wir sein Anliegen auf und begleiten den Prozess. Dabei können wir uns in jeder Phase zu 100 Prozent auf die technische Expertise des Herstellers verlassen.“
Niemann-Laes hält den Wissensstand seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem höchstmöglichen Level. So ist das Unternehmen aktives Mitglied in allen fünf Fachgruppen des VTH Verband Technischer Handel e. V., und zwar für die Bereiche Antriebstechnik, Dichtungstechnik, Klebtechnik, Persönliche Schutzausrüstungen sowie Schlauch-, Armaturen- und Fluidtechnik. Aus der Teilnahme an Lehrgängen gehen „Geprüfte Fachberater“ und „Befähigte Personen“ hervor.
Die Partner
Gemeinsam mit Sicherheit stärker
Industrieunternehmen, die bei der Sicherheit keine Kompromisse eingehen wollen, sollten die Expertise ihrer Vorlieferanten nutzen. Beim Technischen Handel können sie im gesamten deutschsprachigen Raum auf eine hohe Beratungsqualität und ausgeprägte Servicementalität zählen.

PETER/LACKE GmbH (Hiddenhausen bei Herford) wurde 1906 gegründet. Das Unternehmen ist spezialisiert auf industrielle Lacksysteme – insbesondere für die Segmente Automotive, Lifestyle, Glas beziehungsweise Aviation – und zählt weltweite Großkonzerne zu seinen Kunden. Mit rund 600 Mitarbeitenden und einem großen Teil seiner Fertigung in international verteilten Produktionsstandorten (aktuell neun Länder plus Servicegesellschaften) erzielt das Unternehmen über 80 % seines Umsatzes im Ausland. Die Kernstrategie zielt auf hohe kundenspezifische Qualität, enge Zusammenarbeit bei der Lackentwicklung und globale Präsenz, um weltweit einen einheitlichen Qualitätsstandard zu sichern.

Industriebedarf Niemann‑Laes GmbH, gegründet 1987, ist ein inhabergeführter Großhändler mit Hauptsitz in Lüneburg sowie Niederlassungen in Kiel, Bielefeld, Rostock und Bremen. Das Unternehmen bietet mit rund 140 Mitarbeitenden ein breites Sortiment in den Bereichen Arbeitsschutz, Verbindungstechnik, Pneumatik, Maschinen und Klebetechnik. Es kombiniert klassische Handelsfunktionen mit dienstleistungsorientierten Services, darunter PSA-Sicherheitschecks, automatisierte Ausgabesysteme, Schulungen und Wartungsmanagement.

Die Dräger Safety AG & Co. KGaA ist Teil der börsennotierten, familiär geführten Drägerwerk AG & Co. KGaA mit Hauptsitz in Lübeck, gegründet 1889. Der Konzern beschäftigt etwa 16.600 Mitarbeitende und ist mit eigenen Niederlassungen und Produktionsstandorten in über 50 Ländern vertreten. Die Sicherheitstechnik-Sparte Dräger Safety ist unter anderem global führend in Persönlicher Schutzausrüstung (PSA), stationärer und mobiler Gasmesstechnik. Als VTH-QUALITÄTSPARTNER bietet Dräger Safety Dienstleistungen, Schulungen und komplexe Sicherheitskonzepte in Kooperation mit dem Technischen Handel an.

Potenzielle Gefahren von Reinigungsmitteln, die aus einem Destillatgemisch unterschiedlicher Lösungsmittel bestehen
Reinigungsmittel, die aus einem Destillatgemisch unterschiedlicher Lösungsmittel bestehen – also ein Rezyklat, das sowohl hoch- als auch niedersiedende Substanzen vereint – bergen für den Menschen mehrere potenzielle Gefahren. Diese ergeben sich vor allem aus der Zusammensetzung, Flüchtigkeit, Toxizität und Unvorhersehbarkeit der Inhaltsstoffe. Im Einzelnen sind die folgenden Risiken relevant:
1. Gesundheitliche Gefahren durch Einatmen (Inhalation)
- Niedrig siedende Lösungsmittel verdampfen leicht und reichern sich schnell in der Luft an – besonders in schlecht belüfteten Räumen.
- Das kann zu Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Reizungen der Atemwege oder – bei hohen Konzentrationen – sogar zu Bewusstlosigkeit führen.
- Einige Lösungsmittel wirken neurotoxisch (z. B. Toluol, Xylol), andere können chronische Lungenschäden verursachen.
2. Haut- und Augenreizungen
- Viele Lösungsmittel (insbesondere Rezyklate mit unklarer Zusammensetzung) entfetten die Haut stark.
- Das führt zu trockener, rissiger Haut, Ekzemen oder chronischer Kontaktdermatitis.
- Spritzer ins Auge können schwere Reizungen oder Verätzungen verursachen – besonders bei polaren Lösungsmitteln oder alkalischen/beizenden Komponenten.
3. Unklare Zusammensetzung = Unkalkulierbares Risiko
- Ein Rezyklat enthält möglicherweise unerwartete oder nicht deklarierte Stoffe, inklusive:
– Schwermetalle
– Halogenierte Kohlenwasserstoffe
– Stoffe mit karzinogenem, mutagenem oder reproduktionstoxischem Potenzial (KMR-Stoffe) - Das macht Gefahreneinschätzung und Schutzmaßnahmen schwierig, da Sicherheitsdatenblätter u. U. nicht vollständig oder veraltet sind.
4. Brand- und Explosionsgefahr
- Niedrig siedende Lösungsmittel sind oft leicht entflammbar.
- In geschlossenen Räumen oder bei Hitzequellen (z. B. Maschinen) besteht Explosionsgefahr durch Bildung entzündlicher Dampf-Luft-Gemische.
5. Langzeitfolgen
- Chronische Exposition (z. B. am Arbeitsplatz) kann zu Leber- oder Nierenschäden, neurologischen Symptomen oder hormonellen Störungen führen.
- Rezyklate sind besonders kritisch, weil nicht immer bekannt ist, welche toxischen Abbauprodukte oder Rückstände enthalten sind.
Empfehlungen zum Schutz:
- Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz (§5 ArbSchG) zwingend notwendig bei gewerblichem Einsatz.
- Tragen von PSA gemäß der Beurteilung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit.
- Ausreichende Belüftung sicherstellen.
- Sicherheitsdatenblatt verlangen und prüfen – auch bei Rezyklaten.
- Einsatz möglichst vermeiden, wenn ungeprüfte oder inhomogene Destillate enthalten sind.
Zu den VTH-Erfolgsgeschichten
Die VTH-Erfolgsgeschichten zeigen in anschaulichen Filmen die gute Zusammenarbeit zwischen einem Technischen Händler, seinem Kunden und einem VTH-QUALITÄTSPARTNER.
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VTH-Fachgruppe „Persönliche Schutzausrüstungen“
Die Mitglieder der VTH-Fachgruppe PSA liefern individuelle, fachkundige Beratung und ein Rundumsortiment an PSA von Kopf bis Fuß für praktisch jeden Bedarf.
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VTH-QUALITÄTSPARTNER
Lernen Sie die Leistungsgemeinschaft von Markenherstellern, Technischen Händlern und dem VTH Verband Technischer Handel e.V. kennen!
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