Personalwechsel im VTH-Vorstand

Dr. Michael Lutz folgt auf Dipl.-Ing. Hubert Reiff

Hubert Reiff, Geschäftsführender Gesellschafter der REIFF Technische Produkte GmbH (Reutlingen), beendet nach beachtlichen 32 Jahren seine ehrenamtliche Tätigkeit im VTH. Das Ausscheiden fällt mit seinem Wechsel in den Ruhestand zusammen.

Der VTH-Vorsitzende Peter Mühlberger dankte Hubert Reiff auf der Jahrestagung in Düsseldorf herzlich für sein außerordentliches Engagement im VTH. Reiff brachte sich nicht nur in den Engeren Vorstand ein, sondern war vor 20 Jahren auch Gründungsvorsitzender der VTH-Fachgruppe „Antriebstechnik“. Was ihm neben vielen Erinnerungen – eine gewisse Zeit – bleibt, ist eine Auswahl an exzellenten Rotweinen, die der Schwabe aus den Händen von Peter Mühlberger entgegennahm.

Hubert Reiff verabschiedete sich mit einem Lob, einem Appell und einer Zusicherung: „Mich haben das hohe Niveau und die Qualität des Verbandes immer überzeugt. Um beides beizubehalten, rufe ich alle VTH-Mitgliedsunternehmen auf, sich aktiv in die VTH-Familie einzubringen. Ich selbst werde ihr als Privatmann erhalten bleiben, ähnlich wie es die Herren Stricker und Brindöpke seit Jahren tun.“

Kompetenter Lückenschluss mit Dr. Michael Lutz

Wie schon 2017 in der VTH-Fachgruppe „Antriebstechnik“ (und zuvor im Vertriebsverbund Mulco) wird Dr. Michael Lutz dem partnerschaftlich verbundenen Hubert Reiff nun im Engeren Vorstand nachfolgen. Der 54-jährige ist Geschäftsführer der Roth GmbH & Co. KG in Nürnberg, die seit 1954 zu den VTH-Mitgliedern zählt. Bevor Dr. Lutz 2008 Gefallen am Verbandsleben fand, war es die Prokuristin Maria Schnurr, die den Spezialisten für industrielle Antriebstechnik im VTH aktiv vertrat.

Die Firma Roth versorgt seit den 1950-er Jahren die führenden bayerischen Maschinenbauunternehmen, vom weltweit agierenden Großkonzern über die „Hidden Champions“ bis hin zu den erfolgreichen Familienunternehmen, vor allem mit Zahnriementechnik, Antriebselementen, Transportbändern, Schwingungs- und Dämpfungstechnik sowie ingenieurtechnischen Dienstleistungen. Ein Schwerpunkt liegt seit jeher auf der Erstausrüstung (OEM). Die Riementechnik, insbesondere Zahnriemen in Gummi- und Polyurethan-Ausführung, sowie reibschlüssige Antriebe (Keilriemen, Flachriemen, Kraftbänder, etc.) sind im Hinblick auf Fachwissen, Lieferfähigkeit und Applikationserfahrung eine der ganz großen Stärken des Unternehmens. Seit Beginn der Entwicklung der Zahnriementechnik in Deutschland beschäftigt sich Roth erfolgreich mit der Realisierung perfekter Lösungen in diesem Bereich.

Im VTH-Vorstand folgt auf Hubert Reiff (o. l.) Dr. Michael Lutz (o. r.).
Unten: Der bisherige engere VTH-Vorstand.

Dr. Lutz ist gebürtiger Nürnberger, fühlt sich seit seinem Maschinenbau-Studium mit Fokus auf Antriebstechnik an der TU München jedoch in gleicher Weise der bayerischen Hauptstadt zugetan. Er ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn, die erwachsen sind und die Hochschule besuchen.

Zeit also für die Arbeit im VTH-Vorstand? Dr. Lutz lacht: „Die kann ich mir inzwischen tatsächlich ohne schlechtes Gewissen nehmen. Das Ehrenamt kollidiert nicht mit der Familie, erst recht nicht, wenn mich meine Frau begleiten kann – wie zuletzt auf der Jahrestagung in Düsseldorf. Das fühlt sich dann fast so an wie ein interessanter Städtetrip und nicht wie ein trockener Pflichttermin.“

Welche Herausforderungen sieht Dr. Lutz auf den VTH 2020 zukommen? Hier beschreibt der wortgewandte, stets verbindlich auftretende Ingenieur eine Situation, die spannende Vorstandsdiskussionen verspricht: den fortschreitenden Konzentrations- bzw. Konsolidierungsprozess der Branche in Zeiten eines „knüppelharten“ Abschwungs nach „den besten Jahren aller Zeiten“. Gerade aber in ungemütlichen Tagen sieht das neue Vorstandsmitglied den Wert des VTH für seine Mitglieder steigen:

Erfahrungsaustausch, Networking und Fachwissen sind sehr wichtige Rezeptbestandteile zur Zukunftsgestaltung und -sicherung des eigenen Betriebs. Wer sich hier nicht beteiligt, verpasst viel.