Erfolgreicher Abschluss des 27. VTH-Fachberaterlehrgangs für Persönliche Schutzausrüstungen

Neue PSA-Fachberater stärken die Beratungskompetenz des Technischen Handels

Vom 6. bis 11. September 2026 kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 27. VTH-Zertifikatslehrgangs „Geprüfter Fachberater für Persönliche Schutzausrüstungen“ in Siegen zum zweiten Abschnitt ihrer Ausbildung zusammen. Eine intensive Schulungswoche mit zahlreichen produktspezifischen Themen bildete den Abschluss der insgesamt zweiwöchigen Qualifizierung, die bereits im April begonnen hatte.

Während im ersten Lehrgangsteil neben verschiedenen Produktgruppen vor allem die rechtlichen Grundlagen des PSA-Handels und die Normung im Mittelpunkt gestanden hatten, galt es nun, das Fachwissen über Persönliche Schutzausrüstungen weiter zu vervollständigen. Erfahrene Referentinnen und Referenten namhafter Hersteller sowie der BG BAU vermittelten den angehenden Fachberatern praxisnah, worauf es bei der Auswahl und Anwendung der unterschiedlichen Schutzlösungen ankommt.

Foto (VTH): Andreas Tauschel (Mapa, Zeven, links) und Christian Suchanek (Haberkorn D, Feldkirchen) testen die Griffigkeit von Schutzhandschuhen im Praxisversuch

Das Spektrum reichte von Hand- und Armschutz sowie Schutzhandschuhen aus Leder über Hitze-, Schweißer-, Augen- und Gehörschutz bis hin zu Fuß-, Haut- und Knieschutz. Auch der orthopädische Fußschutz sowie Atemschutz und Gasmesstechnik gehörten zu den Schwerpunkten der zweiten Lehrgangswoche.

Dabei geht es beim VTH-Fachberaterlehrgang um weit mehr als reine Produktkenntnisse. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, Gefährdungen richtig einzuschätzen, geeignete PSA auszuwählen sowie ihre Kunden über die sachgerechte Benutzung, Wartung, Pflege und Lagerung der Produkte zu informieren. Auch Kennzeichnungen, Piktogramme, technische Regeln, Vorschriften und Normen sind fester Bestandteil der Ausbildung. Damit erhalten die angehenden Fachberater das notwendige Rüstzeug, um ihre Kunden im Arbeitsalltag umfassend und verantwortungsvoll beraten zu können.

Foto (VTH): Die Teilnehmenden machen sich mit der Funktionsweise von Schweißerschutz vertraut

Am Freitag stand schließlich die einstündige Abschlussprüfung auf dem Programm. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestanden den Test erfolgreich und dürfen sich nun „Geprüfte Fachberater für Persönliche Schutzausrüstungen“ nennen. Damit verfügen die Absolventinnen und Absolventen über eine fundierte Qualifikation, die sie künftig unmittelbar in die Beratung ihrer Kunden einbringen können.

Für den Technischen Handel ist diese Kompetenz von besonderer Bedeutung. Persönliche Schutzausrüstungen schützen Menschen bei ihrer täglichen Arbeit vor oftmals erheblichen Gefahren. Wer PSA vertreibt, übernimmt deshalb Verantwortung. Gut ausgebildete Fachberater sorgen dafür, dass Industriekunden nicht nur das passende Produkt erhalten, sondern eine qualifizierte Beratung, die die konkrete Gefährdung und den jeweiligen Einsatzzweck berücksichtigt.

Foto (VTH): Martin Kröger (Dräger, Lübeck) stellt Atemschutzlösungen vor

Mit ihren neu erworbenen Kenntnissen leisten die Absolventinnen und Absolventen damit einen wichtigen Beitrag dazu, die hohe Beratungsqualität des Technischen Handels im Arbeitsschutz auch in Zukunft zu sichern.

Die Themen des zweiten Lehrgangsabschnitts im Überblick

Hand- und Armschutz
Referent: Andreas Tauschel
MAPA GmbH, Zeven

Schutzhandschuhe aus Leder
Referent: Lars Paulsen
Hase Safety Group AG, Jever

Hitzeschutz
Referent: Klaus Sodemann
JUTEC Hitzeschutz und Isoliertechnik GmbH, Rastede

Schweißerschutz
Referent: Markus Bamberger
3 M Deutschland GmbH, Neuss

Augenschutz, Gehörschutz
Referent: João do Rosario
3 M Deutschland GmbH, Neuss

Fußschutz
Referent: Metchild Scholten
ELTEN GmbH, Uedem

Hautschutz
Referentin: Yvonne Zöllner-Kopschek
SC Johnson Professional GmbH, Krefeld

Atemschutz und Gasmesstechnik
Referent: Martin Kröger
Dräger Safety AG & Co. KGaA, Lübeck

Orthopädischer Fußschutz und Knieschutz
Referent: Marc Schimweg
BG BAU, Dortmund